Mit Fanatismus hat das Ganze nichts mehr zu tun! Es muss Besessenheit oder Kaufsucht sein! Jedesmal wenn ein neuer Teil von Assassin's Creed erscheint, muss ich es haben! Begeistert von den Trailern zwinge ich mich die ersten Reaktionen der Spieler abzuwarten und eigentlich ist mir auch das Geld dafür zu schade. Doch unabhängig von All dem hol' ich es mir am Ende doch, statt das Geld besser anzulegen! - Das ist natürlich keine Kritik an dem Spiel, sondern vielmehr an meinem Verhalten.

So ist das aber mit Allem bei mir! Ich lasse mich zu schnell blenden und einwickeln. Vielleicht bin ich aber auch wie ein Messie: »Was man hat, hat man!« Oder es ist eine Zwangsneurose! Denn kaum gekauft und angespielt, verliere ich schnell die Lust und die Muse es konstant weiter zu spielen. Es wird einfach zum nutzlosen Zeitfresser! Kurz vom neuen Release, ringe ich mich dann doch dazu es zu beenden, denn um einen neuen Teil zu beginnen, muss man ja die Geschichte des vorherigen kennen. Eine Zwickmühle!

Außerdem begeistere ich mich selbst für Spieleprogrammierung und es macht mir fast mehr Spaß selbst kleine Games zu basteln, als solche Blockbuster zu zocken. Um ehrlich zu sein, demotiviert es mich sogar ein wenig. Ich versuche, als Indie Developer Bastler, instinktiv damit zu konkurieren und bin natürlich kaum im Stande dazu! Eine solche Qualität, in solch einer Quantität, kann ein Einzelner einfach nicht erreichen! Dazu braucht es ein riesengroßes Team. - Was auch wahrscheinlich der Grund dafür ist, warum ich noch immer kein komplettes Spiel veröffentlicht habe, obwohl ich einige großartige Ideen dazu habe! Ich lasse mich vom Unfang des Projekts abschrecken.

Was also tun? - Weiterhin Fremdgut kaufen und im Regal verstauben lassen oder darauf verzichten und lieber eigenen Phantasien und Träumen nachjagen? Geld bringt beides nicht! Entspannung und eine gewisse Befriedigung vielleicht schon. Aber es ist weit aus stimulierender etwas eigenes gedeihen zu sehen, als an den Träumen anderer teilzuhaben! Eine typisches »Sein oder Nichtsein« Problem. Ein scheinbar unlösbares Dilemma.

Und während ich diesen Post schreibe, fällt mir auf, welchen nutzlosen Zeitvertreib ich machmal betreibe. Morgen muss ich schon wieder auf die Arbeit. Ein Augenzwickern und das Wochenende ist vorüber! Noch einer und man ist Anfang 30! - Zeit verstreicht ohne dass ich etwas bedeutendes schaffe.

Andererseits muss man im Leben möglichst vieles mitmachen. Die Flügel ausweiten! Denn nur so sammelt man genügend Eindrücke, um diese zu eigenen, neuen Ideen zu verarbeiten, die eines Tages zu etwas Größerem anwachsen und vielleicht den erhofften Durchbruch ermöglichen.

Also Wayne! Und Hauptsache immer positiv denken! Denn unsere Gedanken manifiszieren sich ständig! »Der Mensch ist das, was er denkt!« - Laut diesem Geheimnis, worauf vor einigen Tagen gestoßen bin, ist das Leben voller Chancen. Man muss sie nur erkennen und danach greifen!