Als ich, vor Jahren, meine Ausbildung zum Mediengestalter antratt, wusste ich kaum wie der Berufsalltag aussehen könnte und schon gar nicht wie schwer es werden würde, einst eine Anstellung in diesem Berufsfeld zu bekommen. Für mich war alles rosig und machte Spaß!

Ich wusste auch nicht, dass man als Gestaler miserabel bezahlt wird - zumindest in den meisten Agenturen - und dass ich schon bald in einer völlig anderen Branche arbeiten müsste, wenn ich mein Lebensstandart auf einem akzeptablen Niveau halten wollte.

Bei einem durchschnittlichen Gehalt von 12,- EUR pro Stunde gehen nur ~30% der Gesamteinnahmen tatsächlich an den Grafiker.

Wie schade. Man sollte meinen, dass kreatives Gedankengut, das praktisch auf Knopfdruck abrufbar ist, besser bezahlt würde.

Kaum war ich im Berufsleben angekommen, schiss es mich gleich wieder aus! - Ich bekam niergends eine Anstellung. An den Referenzen schien es nicht zu liegen. Ich hatte während der Ausbildung als Freelancer gearbeitet, den einen oder anderen Euro verdient und konnte besonders im Webdesign punkten. Aber die Agenturen hatten Bedenken einen (offiziell) unerfahrenen Grünschnabel einzustellen. Und die, die es doch in Erwägung zogen, boten einen Hungerlohn an, der teilweise unter 7,- EUR pro Stunde lag.

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Mittlerweile arbeite ich als Schichtleiter bei einem bekannten Unternehmen der Lebensmittelindustrie und gab die Hoffnung, in meinem Beruf zu arbeiten, fast auf.

Vor ein paar Tagen dann, erhielt ich einige Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Für meine Arbeitsproben haben sich manche Arbeitgeber besonders interessiert.

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