Manchmal, wenn ich nichts zu tun habe, kann es schon einmal passieren, dass ich an irgendwelchen Corporate Designs arbeite. So auch gestern. Seit KennsteWayne, vor etwa einem Jahr online ging, gab es schon 3 Redesigns des Logo. Fakt ist, dass ich mich hier an keine Designrichtlinien halte, sondern einfach Spaß habe und experimentiere.

Mein erstes Logo war eine Kombination aus der Schriftart 'Wolf in the City Light' und zwei stilistischen Formen: dem Blitz darüber und einem geschwungenen Unterstrich. Der Blitz sollte den Informationstausch verdeutlichen - immerhin ist KennsteWayne ein Tech-Blog. Der Rest war eher Gefühlssache. Es sollte einfach persönlich und nicht übertrieben professionell wirken.

Beim zweiten Entwurf habe ich den Augenmerk auf Stilistik verlagert. Einfache, statische Formen - ein solides Fundament, wenn man so will - das dennoch ausgewogen ist (verdeutlicht durch den Kreis, auf dem es sitzt). Der Blitz weichte der URL des Blogs, um Unbekannten Zielgruppen einen Anhaltspunkt zu geben, wo sie mich online finden. Das schien mir wichtig, besonders, wenn ich mein Logo auf Covern von YouTube Videos platziere.

Diese Idee wollte ich bei meinem dritten Konzept aufgreifen und weiter ausbauen. Dazu habe ich mir folgende Ziele gesetzt:

  • Der Blitz musste als Intepretations-Element zurückkehren. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum Einen habe ich einen persönlichen Bezug dazu: Ich diente bei der Bundeswehr eine lange Zeit als Fernmelder, bevor ich später zu den Fallschirmjägern kam. Zum Anderen ist es ein Synonym für Informationsfluss (Stichworte: Frequenzen, Schallwellen, Audio, Podcasting, Neuigkeiten, etc.)
  • Stilistik und Statik hat Vorrang. Ausbreitung, ganz gleich wovon (Licht, Information, Energie, etc.), ist immer geradlinig. Um das zu verdeutlichen musste ich gerade, feste, solide Formen verwenden.
  • Farbenfrohe Kolorierung.

Folgendes war dabei mein Gedanke: man nehme eine Gerade Linie, deren Bewegungsrichtung als Pfeil verdeutlicht werden kann. Man begrenze diese Form auf das wesentliche, die Essenz sozusagen: den Pfeil! Das ist eine aussagekräftige Form, mit der man durchaus arbeiten kann. Damit wollte ich anschließend meine Typografie entwickeln. Irgendwie erinnerten mich die Dreiecke an Origami, also griff ich die Idee ein wenig auf (simpelste Formen für die Buchstaben zu verwenden, ohne diese zu sehr zu entfremden).

Ich denke das Resultat ist lange nicht perfekt, aber es ist ein weiteres Konzept, dass mich vielleicht irgendwann zu einem endgültigen Ergebnis bringen wird. Mir hat es jedenfalls riesigen Spaß gemacht wieder einmal zu basteln und seit langer Zeit wieder in meinem gelernten Berufsfeld tätig zu sein.

Wenn ich Vorschläge für mich habt oder andere interessante Ideen und Gedanken dazu, dann postet sie in die Kommentare - ich würde mich darüber freuen!